Der Raum zwischen ihren Worten und meinem Gedanken
Zwischen dem, was ein anderer Mensch sagt, und dem, was in uns daraus entsteht, liegt ein Raum. In diesem Raum entscheidet sich, ob wir Gefangene fremder Gedanken werden – oder frei bleiben.
Unser Vermieter stand in der Küchentür und sagte, es sei nicht richtig, dass ich den Haushalt mache, während Hishsi arbeitet. Ich widersprach ihm ruhig. Ich sagte, dass ich genau das wolle: eine freie, unabhängige Frau, die ihren eigenen Weg geht und niemals von einem Mann abhängig sein muss.
Später wurde Hishsi wütend und wollte ihn zur Rede stellen. Ich riet ihr davon ab. Nicht, weil er recht hatte. Sondern weil er keine Macht hatte – solange sie ihm diese Macht nicht gab. Seine Worte beschrieben seine Welt. Nicht ihre.
Freiheit beginnt in dem Moment, in dem wir erkennen: Nicht jeder Gedanke, der uns erreicht, gehört uns.
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Between what another person says and what arises within us, there is a space. In that space, it is decided whether we become prisoners of other people’s thoughts—or remain free.
Our landlord stood in the kitchen doorway and said it was not right that I was doing the household work while Hishsi was working. I disagreed calmly. I told him this was exactly what I wanted: a free, independent woman who follows her own path and never has to depend on any man.
Later, Hishsi became angry and wanted to confront him. I advised her not to. Not because he was right—but because he had no power, unless she gave it to him. His words described his world, not hers.
Freedom begins the moment we recognize that not every thought that reaches us belongs to us.
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