Nach Wallraff: Nicht verteidigen – verbessern
Missstände benennen. Einzelfälle nicht zum System erklären. Und endlich genauer prüfen, was an Waldorfschulen gelingt und was nicht. Die RTL-Recherche
WeiterlesenDie schöne Seite des Lebens
Missstände benennen. Einzelfälle nicht zum System erklären. Und endlich genauer prüfen, was an Waldorfschulen gelingt und was nicht. Die RTL-Recherche
WeiterlesenWas können wir aus der deutschen Geschichte für unsere Gegenwart lernen? Technischer Umbruch, äußere Bedrohung und wachsendes Nationalgefühl treffen erneut auf Probleme, die keine Grenzen kennen. Der Essay fragt, wann Grenzen schützen – und wann wir Tore brauchen, damit unsere Verantwortung über sie hinausreicht.
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What can German history teach us about the present? Technological upheaval, external threats and rising nationalism once again collide with problems that ignore borders. This essay asks when borders protect us — and when we need gates that allow responsibility to reach beyond them.
Wie bauen wir eine Welt, in der wir einander nicht zum Leiden machen? B. R. Ambedkar kämpfte sein Leben lang gegen Zäune, die Menschen in den Köpfen anderer errichten – durch Kaste, Herkunft, Religion und gesellschaftliche Rollen. Seine Geschichte führt von einem verweigerten Glas Wasser bis zu einer radikalen Neuinterpretation des Buddhismus. Und sie führt zurück zu uns: Denn auch unsere Zäune mögen unsichtbar sein – die Wunden, die sie hinterlassen, sind es nicht.
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How do we build a world in which we do not cause one another to suffer? B. R. Ambedkar spent his life fighting the fences people build in their minds — through caste, background, religion and social roles. His journey leads from a denied glass of water to a radical reinterpretation of Buddhism. And it leads back to us: our fences may be invisible, but the wounds they leave behind are not.
Ein Zaun steht wirklich da. Doch die Grenze, die er markiert, entsteht in unseren Köpfen. Beim Radeln durch die Felder frage ich mich, was noch auf diese Weise Wirklichkeit wird: Eigentum, Nationen, Religionen – und unsere Vorstellungen von Liebe. Vielleicht liegt das Problem nicht darin, dass wir Menschen Sinn erschaffen, sondern darin, dass wir vergessen, dass wir ihn erschaffen.
A fence is physically real. But the boundary it marks arises in our minds. Cycling through the fields, I began to wonder what else becomes real in this way: property, nations, religions — and even our ideas about love. Perhaps the problem is not that we humans create meaning, but that we forget that we created it.
WeiterlesenDenken wir wirklich selbst – oder übernehmen wir unbemerkt die Gedanken unserer Kultur? Ausgehend von großen Sprachmodellen untersucht dieser Essay den Einfluss von Sprache auf unser Denken, zieht Parallelen zwischen Mensch und KI und fragt, ob Wahrhaftigkeit dort beginnt, wo wir unsere eigenen Prägungen erkennen und hinterfragen.
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Do we truly think for ourselves, or do we unknowingly inherit the thoughts of our culture? Using large language models as a starting point, this essay explores how language shapes human thought, draws parallels between people and AI, and asks whether truthfulness begins with recognizing and questioning the influences that have shaped us.
WeiterlesenVielleicht verlieben wir uns zunächst gar nicht in einen Menschen. Vielleicht verlieben wir uns in das Leben, das durch ihn plötzlich wieder möglich scheint.
Perhaps we do not first fall in love with another person. Perhaps we fall in love with the life that suddenly seems possible again because of them.
WeiterlesenWir alle tragen Roben. Manche sind sichtbar, andere bestehen aus Erwartungen, Rollen und der Frage: „Was werden die anderen denken?“ Ein Essay über Sozialisation, Zugehörigkeit und die unbequeme Freiheit, einen eigenen Weg zu wählen.
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We all wear robes. Some are visible; others are made of expectations, social roles, and the question: “What will people think?” An essay about socialisation, belonging, and the uncomfortable freedom of choosing a path of one’s own.
Ein Essay über unsere inneren Beschützer: den stillen Organisator, der Zugehörigkeit sichern will, und den Notarzt, der Schmerz sofort lindern möchte. Beide sind keine Feinde. Sie wollten uns schützen. Doch vielleicht sind wir mehr als unsere alten Überlebensstrategien.
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An essay about our inner protectors: the quiet organiser who tries to secure belonging, and the emergency doctor who wants pain to stop at once. Neither is our enemy. Both tried to protect us. Yet perhaps we are more than our old survival strategies.
WeiterlesenEine alte indische Parabel erzählt, dass die Götter das Geheimnis des Friedens im Inneren des Menschen versteckten. Ein Essay über innere Stimmen, Schutz, Liebe und die Freiheit, nicht jeder Angst zu gehorchen.
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An old Indian parable says that the gods hid the secret of peace inside the human being. An essay about inner voices, love, protection and the freedom not to obey every fear.
WeiterlesenEin altes Lied. Zwei Zeilen. Und plötzlich wird daraus eine Reise durch Nepal, zu Kindern, Würde, Bildung und der Frage, was ein Mensch wirklich zum Leben braucht. Eine persönliche Reflexion über Hoffnung, Freiheit und die Kraft guter Musik.
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An old song. Two simple lines. And suddenly they become a journey through Nepal, to children, dignity, education, and the question of what a human being truly needs to live. A personal reflection on hope, freedom, and the enduring power of music.
WeiterlesenSeit ich wieder programmiere, denke ich weniger tief nach. Das klingt zunächst nicht nach geistigem Fortschritt. Doch vielleicht braucht auch der tiefste Denker gelegentlich ein Semikolon. Ein Essay über Grübeln, Aufgaben, Kinder, Gegenwart und die tröstliche Erfahrung, dass der Kopf manchmal nicht besiegt werden muss – sondern nur etwas Sinnvolles zu tun braucht.
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Since I started programming again, I have been thinking less deeply. At first, that does not sound like spiritual progress. But perhaps even the deepest thinker occasionally needs a semicolon. An essay about brooding, tasks, children, presence, and the comforting idea that the mind does not always need to be defeated—only given something meaningful to do.
WeiterlesenWas schulde ich einer jungen Frau in Nepal und ihrer Familie: Bildung, die Freiheit verspricht, oder ein Haus, das Sicherheit gibt? Zwischen meinem deutschen Glauben an Selbstbestimmung und ihrer Erfahrung von Verantwortung, Boden und Familie gerät Besitz plötzlich in ein anderes Licht.
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What do I owe a young woman in Nepal and her family: education, with its promise of freedom, or a house, with its promise of security? Between my German belief in self-determination and her experience of responsibility, land, and family, wealth begins to look very different.
WeiterlesenManche Menschen suchen Sicherheit. Andere suchen Möglichkeiten. Die einen bauen Häuser. Die anderen kaufen Landkarten. Lange glaubte ich, ich würde nach einer Heimat suchen. Heute glaube ich etwas anderes. Mir fehlen die Suchenden. Menschen, die Fragen stellen. Menschen, die neugierig bleiben. Menschen, die bereit sind, sich zu verändern. Vielleicht besteht ein gutes Leben am Ende nicht darin, Antworten zu finden. Vielleicht besteht es darin, Menschen zu finden, die bereit sind, dieselben Fragen zu stellen.
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Some people seek security. Others seek possibilities. Some build houses. Others buy maps. For a long time, I believed I was searching for a place to belong. Today, I think otherwise. What I miss are the seekers. People who ask questions. People who stay curious. People who are willing to change. Perhaps a good life is not about finding answers. Perhaps it is about finding people who are willing to ask the same questions.
Weiterlesen‚Ich bin müde.‘ Mehr sagte sie nicht. Früher hätte mich dieser Satz ratlos gemacht. Heute höre ich genauer hin. Denn hinter diesen drei Worten kann weit mehr stecken als Erschöpfung: Rücksicht, Fürsorge, der Wunsch, niemanden zu belasten oder eine Beziehung zu schützen. Eine Begegnung mit Nepal und ein Vortrag über Kulturpsychologie haben mich gelehrt, dass Menschen überall ähnlich fühlen – ihre Gefühle aber oft auf ganz unterschiedliche Weise zeigen.
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‘I’m tired.’ That was all she said. Years ago, those words would have left me puzzled. Today, I listen more carefully. Because behind those three words there may be far more than exhaustion: consideration, care, a desire not to burden others, or an attempt to protect a relationship. Experiences in Nepal and a lecture on cultural psychology taught me that people around the world may feel emotions in similar ways, yet express them very differently.
WeiterlesenVor dem Besuch der Ausstellung über Edvard Munch und Maria Lassnig frage ich mich, welche Bilder die beiden Künstler aus seinem eigenen Leben der vergangenen Monate gemalt hätten. Zwischen der Weite der Meldorfer Bucht, den Erfahrungen in Nepal, gesundheitlichen Herausforderungen und der anhaltenden Neugier auf neue Technologien entsteht ein persönlicher Essay über Zugehörigkeit, Vergänglichkeit, Wahrnehmung und die Frage, wie sich das Leben von innen anfühlt.
English
Before visiting the exhibition featuring Edvard Munch and Maria Lassnig, I reflect on what these two artists might have painted from the events of his own recent life. Moving between the wide horizons of Meldorf Bay, experiences in Nepal, health challenges, and an enduring curiosity about new technologies, this personal essay explores belonging, mortality, perception, and the question of what life feels like from within.
WeiterlesenWas geschieht, wenn ein Mensch aus einer völlig anderen Welt uns dazu bringt, die großen Fragen des Lebens noch einmal neu zu stellen? In diesem persönlichen Essay geht es um Sinnsuche, Freiheit, Liebe, Bildung und die Erkenntnis, dass kein Mensch unserem Leben Sinn geben kann – wohl aber die richtigen Fragen. Eine Reflexion über Nepal, Deutschland, Familie, Verlust, Hoffnung und die Menschen, die uns auf unserem Weg begleiten.
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What happens when someone from a completely different world inspires us to revisit life’s biggest questions? This personal essay explores meaning, freedom, love, education, and the realization that no person can give our life its purpose—yet some people can lead us back to the questions that truly matter. A reflection on Nepal, Germany, family, loss, hope, and the people who accompany us on our journey.
WeiterlesenIst Karma eine Erklärung – oder manchmal eine Ausrede? Anhand einer persönlichen Begegnung in Kathmandu, der Geschichte eines alkoholkranken Vaters und der mutigen Entscheidung seiner Tochter fragt dieser Essay nach der menschlichen Sehnsucht nach Gewissheit. Eine Reflexion über Verantwortung, Mitgefühl, Religion, Wissenschaft und die Kunst, Unsicherheit auszuhalten und dennoch zu handeln.
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Is karma an explanation—or sometimes an excuse? Through a personal encounter in Kathmandu, the story of an alcoholic father, and his daughter’s courageous decision to seek treatment for him, this essay explores humanity’s longing for certainty. A reflection on responsibility, compassion, religion, science, and the challenge of living with uncertainty while still choosing to act.
WeiterlesenSeit sieben Uhr trägt eine junge Frau feuchten Putzsand – Kiepe für Kiepe, Stufe für Stufe. Für 7 bis 10 Euro am Tag wächst ein Haus. Unten liegt noch Sand. Und oben beginnt schon die Zukunft.
Since seven in the morning, a young woman has been carrying wet plaster sand—load after load, step by step. For 7 to 10 euros a day, a house is taking shape. Below, there is still sand. Above, the future is already rising.
WeiterlesenEine junge Frau in Kathmandu steht vor einer Entscheidung: Land kaufen oder in Bildung investieren. Zwischen familiären Erwartungen, persönlicher Freiheit und externer Unterstützung zeigt sich, wie schwierig es ist, zu helfen, ohne zu bestimmen.
A young woman in Kathmandu faces a choice: buy land or invest in education. Caught between family expectations, personal freedom, and outside support, her story reveals how difficult it is to help without taking control.
WeiterlesenNach einer überraschenden Herzdiagnose in Kathmandu wird deutlich: Unsere Angst, nicht glücklich zu sein, treibt uns dazu, Schuldige zu suchen – oft bei denen, die uns am nächsten stehen. Doch jenseits von Kontrolle und Erwartung liegt eine andere Möglichkeit: Wirklichkeit anzunehmen und bewusst zu handeln.
After an unexpected heart diagnosis in Kathmandu, one thing becomes clear: our fear of not being happy drives us to look for someone to blame—often those closest to us. Yet beyond control and expectation lies another path: accepting reality and acting with awareness.
WeiterlesenDie Macht der Gedanken: Wie wir unsere eigene Realität erschaffen. Ein philosophischer Blick auf die Wahrnehmung und Konstruktion unserer Welt – und die Freiheit, die darin liegt.
The power of thought: how we create our own reality. A philosophical reflection on perception and the construction of our world—and the freedom that lies within it.
WeiterlesenLiebe beginnt vielleicht dort, wo wir den anderen nicht mehr idealisieren müssen – sondern ihn sehen, auch in seinen schwächsten Momenten, ohne ihn darauf zu reduzieren.
Love may begin where we no longer need to idealize the other — where we can truly see them, even in their weakest moments, without reducing them to those moments.
WeiterlesenWenn Geld oder Sex ins Spiel kommen, beginnt die Aufrichtigkeit zu bröckeln. Nicht laut, sondern leise—durch kleine Kompromisse, die sich summieren. Was als Ausnahme beginnt, wird zur Gewohnheit. Und am Ende verliert der Mensch nicht nur seine Werte, sondern sich selbst.
When money or sex enters the picture, sincerity begins to erode. Not loudly, but quietly—through small compromises that accumulate. What starts as an exception becomes a habit. And in the end, a person loses not only their values, but themselves.
WeiterlesenEmotionen entstehen schneller als unser Bewusstsein – und bestimmen oft unser Handeln, bevor wir sie erkennen. Dieser Beitrag zeigt, wie wir zwischen Reiz und Reaktion einen Raum schaffen, um klarer zu sehen, bewusster zu handeln und uns nicht von Gedanken und äußeren Erwartungen treiben zu lassen.
Emotions arise faster than conscious thought—and often shape our actions before we notice them. This post explores how to create space between stimulus and response, helping us see more clearly, act with awareness, and avoid being driven by thoughts and social expectations.
WeiterlesenEin leiser Maßstab prägt Beziehungen – ohne ausgesprochen zu werden. Wo Harmonie erwartet und Konflikt vermieden wird, wandern Spannungen nach innen. Der Text folgt dieser Dynamik durch verschiedene Lebenswelten und fragt, wann Spiritualität klärt – und wann sie beginnt, Distanz zu rechtfertigen.
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An unspoken standard shapes relationships. Where harmony is expected and conflict avoided, tensions move inward. This essay traces that dynamic across different contexts and asks when spirituality clarifies—and when it begins to justify distance.
WeiterlesenIch verstand kaum ein Wort –
und doch alles.
Liebe bleibt.
Erinnerung auch.
Und irgendwo dazwischen
suchen wir einen Ort,
an dem wir ankommen.
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I understood almost nothing –
and yet, everything.
Love remains.
Memory too.
And somewhere in between,
we search for a place
to arrive.
Mit 69 Jahren lerne ich Nepali und fahre Motorroller in Nepal. In Pharping, einem Dorf südlich von Kathmandu, übe ich täglich die Devanagari-Schrift und spreche erste Worte mit meinen Nachbarn. Nepali ist die gemeinsame Sprache von rund 30 Millionen Menschen in Nepal. Wer sie lernt, bleibt kein Besucher. Er wird Teil des Alltags. Sprache schafft Nähe. Und jeden Tag lerne ich ein wenig mehr, Anfänger zu sein.
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At 69, I am learning Nepali and riding a motor scooter in Nepal. In Pharping, a village south of Kathmandu, I practice the Devanagari script and speak my first words with neighbors. Nepali is the shared language of around 30 million people. Learning it changes everything. You stop being a visitor. You become part of daily life. Language creates belonging. And every day, I learn a little more what it means to begin again.
WeiterlesenZwischen dem, was ein anderer Mensch sagt, und dem, was in uns daraus entsteht, liegt ein Raum. In diesem Raum entscheidet sich, ob wir Gefangene fremder Gedanken werden – oder frei bleiben.
Unser Vermieter stand in der Küchentür und sagte, es sei nicht richtig, dass ich den Haushalt mache, während Hishsi arbeitet. Ich widersprach ihm ruhig. Ich sagte, dass ich genau das wolle: eine freie, unabhängige Frau, die ihren eigenen Weg geht und niemals von einem Mann abhängig sein muss.
Später wurde Hishsi wütend und wollte ihn zur Rede stellen. Ich riet ihr davon ab. Nicht, weil er recht hatte. Sondern weil er keine Macht hatte – solange sie ihm diese Macht nicht gab. Seine Worte beschrieben seine Welt. Nicht ihre.
Freiheit beginnt in dem Moment, in dem wir erkennen: Nicht jeder Gedanke, der uns erreicht, gehört uns.
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Between what another person says and what arises within us, there is a space. In that space, it is decided whether we become prisoners of other people’s thoughts—or remain free.
Our landlord stood in the kitchen doorway and said it was not right that I was doing the household work while Hishsi was working. I disagreed calmly. I told him this was exactly what I wanted: a free, independent woman who follows her own path and never has to depend on any man.
Later, Hishsi became angry and wanted to confront him. I advised her not to. Not because he was right—but because he had no power, unless she gave it to him. His words described his world, not hers.
Freedom begins the moment we recognize that not every thought that reaches us belongs to us.
WeiterlesenUm 6:15 Uhr läutet die Tempelglocke in Pharping, und während zwei Eier im Wasser leise kochen, kehrt eine alte Frage zurück: Kann man Glauben verlieren? Oder verliert man nur die Antworten und behält die Frage? Eine persönliche Suche nach dem, was Glaube wirklich ist — nicht als System, sondern als Haltung zum Leben.
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At 6:15 a.m., a temple bell rings in Pharping, and as two eggs quietly boil in water, an old question returns: Can faith be lost? Or do we only lose the answers and keep the question? A personal reflection on what faith truly is — not as a system, but as a way of being in the world.
Der Blogbeitrag beschreibt auf humorvolle Weise, wie soziale Medien unser Denken beeinflussen. In einem Café wird der Autor Zeuge eines ununterbrochenen Informationsstroms aus Instagram und TikTok. Die Erfahrung zeigt, wie schnell wechselnde Inhalte unser Gehirn überfordern und wie leicht wir in den Kreislauf aus Ablenkung und neuer Ablenkung geraten.
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This blog post takes a humorous look at how social media shapes our minds. Sitting in a café, the author observes a nonstop flow of Instagram and TikTok content. The experience reveals how rapidly changing information overwhelms our brains and how easily we fall into a cycle of distraction and even more distraction.
WeiterlesenGedanken entstehen im Kopf. Dort, wo wir sie gern für Tatsachen halten.
Ein Wort fällt, ein Blick trifft uns, ein Ton kippt – und sofort beginnt das Deuten.
Aus einer Wahrnehmung wird eine Geschichte. Und diese Geschichte nennen wir Wirklichkeit.
Doch niemand ist schuld daran, dass ich denke, wie ich denke.
Aber ich allein bin zuständig dafür, wie ich mit diesen Gedanken umgehe.
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Thoughts arise in the mind – exactly where we like to mistake them for facts.
A word is spoken, a glance meets us, a tone shifts – and interpretation begins at once.
A simple perception turns into a story. And we call that story reality.
No one is to blame for the way I think.
But I alone am responsible for how I deal with those thoughts.
Was mich hoffen lässt, ist nicht zuerst das Konzept. Es ist die Person. Ein Mann, der hätte bleiben können – in den USA, in einer sicheren akademischen Laufbahn. Ein Mann, der zurückgekehrt ist, weil er sein Land ernst nimmt. Arjun Karki hat nicht gefragt, was Nepal ihm schuldet. Er hat gefragt, was er Nepal schuldet.
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What gives me hope is not the concept first and foremost. It is the person. A man who could have stayed—in the United States, in a secure academic career. A man who returned because he takes his country seriously. Arjun Karki did not ask what Nepal owes him. He asked what he owes Nepal.
WeiterlesenWir neigen im Westen dazu, Persönlichkeiten zu pathologisieren, sobald sie vom angenommenen Normalmaß abweichen. Hier dagegen wird vieles als Teil eines größeren Zusammenhangs gelesen – als Karma, nicht als Defekt. Zwischen diesen beiden Deutungen bewegen wir uns, im selben Haushalt, aber mit unterschiedlichen inneren Landkarten.
In the West, we tend to pathologize personalities as soon as they deviate from an assumed norm. Here, many things are understood as part of a larger context—as karma, not as a defect. We move between these two interpretations, living under the same roof but guided by different inner maps.
WeiterlesenDer Bauer bringt Milch, die Schuhe bleiben vor der Tür, die Wäsche hängt draußen. Für Hishsi ist das Alltag. Für mich eine tägliche Übung. Beobachtungen aus unserem gemeinsamen Leben in Nepal.
The farmer brings milk, the shoes stay outside, the laundry hangs in the open air. For Hishsi, this is everyday life. For me, it is a daily exercise. Observations from our shared life in Nepal.
WeiterlesenWir gehen durch Samsara. Die Frage ist nicht, ob wir gehen. Sondern wie.
We walk through samsara. The question is not whether we walk — but how.
WeiterlesenIch bin gekommen, um zu bleiben – zwei, vielleicht drei Jahre. Zum ersten Mal fühlt sich Nepal nicht mehr wie ein Besuch an. Geschlossene Türen, Papierwege und alltägliche Entscheidungen machen mir klar: Ankommen heißt nicht, dass Türen aufgehen. Ankommen heißt, die richtige Reihenfolge zu erkennen. Erst die Sprache. Dann alles andere.
I came to stay – for two, maybe three years. For the first time, Nepal no longer feels like a visit. Closed doors, paperwork, and everyday decisions make one thing clear: arriving does not mean doors open. Arriving means recognizing the right order. First the language. Then everything else.
WeiterlesenSeit einer Woche beginnt mein Tag in Nepal mit Glocken, Gesängen und Vogelrufen. Spiritualität ist hier kein Thema, sondern Praxis. Im Gespräch mit der 21-jährigen Aasha, Yoga-Lehrerin und Homestay-Betreiberin, zeigt sich ein Paradox: Während Menschen aus dem Westen nach Nepal kommen, um Sinn und Stille zu suchen, plant sie ihre Zukunft zwischen Meditation, wirtschaftlicher Verantwortung und dem Wunsch, die Welt zu sehen. Ein Essay über Rhythmus, Freiheit – und die Frage, was wir verloren haben.
For a week now, my days in Nepal have begun with temple bells, chanting, and birdsong. Here, spirituality is not a topic—it is a practice. In conversations with Aasha, a 21-year-old yoga teacher and homestay host, a paradox emerges: while visitors from the West come to Nepal in search of meaning and stillness, she navigates meditation, economic responsibility, and her desire to see the world. An essay about rhythm, freedom, and what we may have lost.
WeiterlesenIch sitze im Wohnzimmer und höre aus der Küche eine Stimme. Hishsi liest laut aus ihren Soziologie-Büchern. Ich verstehe die Sprache nicht – und höre doch, wie Lernen geschieht. Das Lautlesen macht Wissen hörbar und erinnert daran, dass Bildung mehr ist als stilles Verstehen: Sie ist Beziehung, Körper und Gegenwart.
I am sitting in the living room, listening to a voice from the kitchen. Hishsi is reading aloud from her sociology textbooks. I do not understand the language — yet I can hear learning taking place. Reading aloud makes knowledge audible and reminds us that education is more than silent comprehension: it is relational, embodied, and present.
WeiterlesenNur wenige Schritte von meiner Wohnung in Dallu entfernt liegt eine kleine Galerie. Kein Leuchtschild, kein Schaufenster. Und doch bleiben Menschen stehen. Sie treten ein, beugen sich über Strohbilder und Aquarelle – und nehmen am Ende mehr mit als ein Bild: die Geschichte eines Namens, der reist.
Just a few steps from my apartment in Dallu, there is a small gallery. No neon sign, no display window. Yet people stop. They step inside, lean over straw pictures and watercolors—and leave with more than an artwork: the story of a name that travels.
WeiterlesenNicht jede Abweichung ist ein psychisches Problem. Der Beitrag unterscheidet zwischen hilfreicher Psychotherapie und gesellschaftlicher Pathologisierung und zeigt, wie soziale Maßstäbe Scham erzeugen, wo zuvor kein Leid war.
Not every deviation is a mental disorder. This essay distinguishes between helpful psychotherapy and social pathologization, showing how social norms can create shame where there was no suffering before.
WeiterlesenPsychologie erklärt, wie Menschen funktionieren. Spiritualität fragt nach dem Sinn. Dieser Essay reflektiert, warum lineares Denken oft Scham erzeugt – und wie spirituelle Perspektiven helfen können, Beziehungen, Abweichungen von der Norm und das eigene Leben gelassener zu tragen.
Psychology explains how people function. Spirituality asks why life unfolds the way it does. This essay explores how linear thinking can create shame—and how spiritual perspectives can bring meaning, relief, and greater ease to relationships and life beyond norms.
WeiterlesenEin Essay über Bücher als Erfahrungsräume, frühe Lesespuren und spätere Reisen. Zwischen Bücherregal und Aufbruch nach Nepal zeigt der Text, wie Lesen und Leben sich gegenseitig vertiefen.
An essay on books as lived spaces, early reading influences, and later journeys. Moving from a bookshelf to a departure for Nepal, the text explores how reading and life deepen one another.
WeiterlesenAus einem einfachen Satz meiner 85-jährigen Mutter entsteht eine alltagstaugliche Annäherung an Heidegger: nicht als Denkmal, sondern als Erinnerung daran, die Welt nicht nur zu erklären, sondern zu erleben. Am Beispiel von Baum und Stuhl zeigt der Text, warum Verstehen auch Verblendung sein kann – und warum Aushalten manchmal klüger ist als Kontrolle.
A simple remark by my 85-year-old mother becomes an everyday introduction to Heidegger—not as a monument, but as a reminder to experience the world rather than merely explain it. Using the image of a tree turned into a chair, the essay shows how understanding can slide into blindness, and why endurance can be wiser than control.
WeiterlesenEin Essay darüber, warum starke nationale Mythen Staaten zusammenhalten – und warum der EU eine gemeinsame Erzählung fehlt, die sie politisch und emotional tragen könnte. Der Text zeigt, wie Europa ohne Mythos verwundbar bleibt und warum es dringend eine eigene, verbindende Geschichte braucht.
An essay exploring why strong national myths bind states together – and why the EU lacks a shared story that could sustain it politically and emotionally. The piece argues that Europe remains vulnerable without a unifying myth and needs a compelling common narrative.
WeiterlesenÜber das fragile Gleichgewicht zwischen Harmoniebedürfnis und tiefer Reflexion – und darüber, wie zwei gut gemeinte Lebensstrategien in Beziehungen unvereinbar werden können.
Exploring the fragile balance between the need for harmony and the drive for deep reflection—and how two well-intentioned emotional strategies can become fundamentally incompatible within relationships.
WeiterlesenDieser Beitrag fragt, welche Tätigkeiten wir weiterführen würden, selbst wenn niemand hinschaut. Ausgehend von Pythagoras und einer Frage aus „Philosophize This!“ beschreibt der Text drei Bereiche, die Sinn tragen: Menschen begleiten, Schreiben als Klärung und Brücken zwischen Kulturen bauen. Es geht um Hingabe ohne Gegenleistung – und um die Frage, was uns wirklich nährt.
This piece explores which activities we would continue even if no one watched. Inspired by Pythagoras and a question from “Philosophize This!”, it highlights three meaningful practices: supporting others, writing for clarity, and connecting cultures. It is about dedication without reward—and the question of what truly sustains us.
WeiterlesenWarum unser Fokus über Mangel oder Wachstum entscheidet: Ein Essay über Aufmerksamkeit, Hoffnung und kleine Schritte zurück ins Leben.
Why our focus determines whether we feel lack or growth: an essay on attention, resilience, and small steps back into life.
WeiterlesenEin persönlicher Rückblick auf eine Woche voller geistiger Verknüpfungen: von projektiver Geometrie über Goethes Metamorphose bis zur buddhistischen Lehre vom Nicht-Ich. Ein Nachdenken über das Werden, die Illusion des Statischen und die Momente, in denen das Leben neu aufblüht.
A personal reflection on a week in which ideas from projective geometry, Goethe’s metamorphosis, and Buddhist non-self came together. A meditation on becoming, the illusion of the static, and the moments in which life opens anew.
WeiterlesenNepals Verfassung versucht, ein vielfältiges Land im Gleichgewicht zu halten. Sie verteilt Macht zwischen Regionen und Gruppen und knüpft damit an ein altes vedisches Ordnungsdenken an: Einheit entsteht nicht durch Gleichmachung, sondern durch faire Beziehungen. Daran misst sich die Zukunft Nepals.
Nepal’s constitution seeks to maintain balance in a deeply diverse society. It distributes power across regions and communities, echoing an older Vedic idea of order: unity does not come from sameness but from fair and respectful relationships. This is the measure of Nepal’s political future.
WeiterlesenWir Menschen brauchen Geschichten über Zugehörigkeit – Nation, Religion, Kaste. Sie verbinden und schützen uns. Doch wenn wir sie verabsolutieren, werden sie zu Grenzen. Freiheit beginnt, wenn wir erkennen: Diese Geschichten sind von uns gemacht, und wir können sie gemeinsam verändern.
We rely on stories of belonging — nation, religion, caste. They connect and protect us. But when we treat them as absolute truths, they become walls. Freedom begins when we see that these stories are made by us, and can be rewritten — together.
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